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Kritik an schlechter Informationspolitik - Winter könnte Zeitplan durcheinander bringen


Arno Krämer vom ASV Bensheim musste sich im SV-Heim Kritik anhören. Bei den Schadstellen-Ausbesserungen können die Anlieger künftig vorbeifahren. (Fotos: Hubert Richter / Thomas Glaser)

(hr) In Gammelsbach wird seit 20. Oktober die B 45 saniert. Seitdem ruht der Durchgangsverkehr in dem Beerfeldener Ortsteil an der Grenze zu Baden-Württemberg (wir berichteten). Aber auch der innerörtliche Verkehr leidet schwer unter der Baustelle, denn die Bundesstraße ist die einzige Längsverbindung im Tal, und es gibt kaum örtliche Umfahrungsmöglichkeiten. Heute fand im überfüllten Vereinsheim des SV Gammelsbach eine Bürgerversammlung statt, in der vor allem Kritik an der Informationspolitik des Amts für Straßen- und Verkehrswesens (ASV) in Bensheim und am zeitlichen Ablauf der Bauarbeiten geäußert wurde.

Besonders hart betroffen von der Sperrung der B 45 sind einige ansässige Gewerbebetriebe: Eine Bäckerei, Gasthäuser und die Tankstelle haben enorme Umsatzeinbußen. Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit 80 Kühen, der jeden zweiten Tag einen Tanklastwagen für die anfallende Milch braucht, steht vor großen Schwierigkeiten, und der Schülerverkehr ist teilweise zusammengebrochen.

Die Ortsdurchfahrt soll auf einer Länge von 4,7 Kilometern eine neue Asphaltdecke bekommen, und vorher müssen noch sechs Schadstellen im Straßenverlauf tiefergehend ausgebessert werden. Die erste dieser Schadstellen ist inzwischen saniert, und nach Anwohnerprotesten konnten Bürgermeister Gottfried Görig und Ortsvorsteher Hermann Gerbig gemeinsam mit Vertretern des ASV und der Baufirma inzwischen immerhin erreichen, dass bei der Sanierung der fünf weiteren Schadstellen die Anlieger an der jeweiligen Baustelle vorbeifahren können. Das sei möglich, weil man ein neues Verfahren anwende, bei dem der Straßenunterbau weniger tief aufgegraben werden müsse, erläuterte Arno Krämer vom ASV. Krämer musste sich in der heutigen Versammlung etliche Vorwürfe anhören, insbesondere was die Informationspolitik seines Amtes angeht. Auf seine Feststellung: "Wir haben ausreichend informiert" hagelte es Buhrufe. Auch Bürgermeister Gottfried Görig rügte, das ASV habe im Vorfeld nicht gut informiert. Der EBERBACH-CHANNEL hatte erst knapp eine Woche vor Baubeginn von den bevorstehenden Arbeiten erfahren (wir berichteten).

Zunächst war vorgesehen, die Bauarbeiten bis Anfang Dezember abzuschließen. Diesen Termin korrigierte Krämer heute: Nach dem aktuellen Bauzeitenplan soll die Straße spätestens am 23. Dezember fertig werden. Die sechs Schadstellen sollen bereits am 22. November fertig saniert sein. Danach sollen bis 1. Dezember die alte Fahrbahn 12 Zentimeter tief abgefräst und dann drei Wochen lang die neuen Asphaltschichten aufgebracht werden. Aber der Plan hat möglicherweise einen Schönheitsfehler: Er klammert die Witterung völlig aus, das heißt er ist nur einzuhalten, wenn es keinen Frost gibt. Das kann im Dezember im frischen Gammelsbachtal aber durchaus der Fall sein, weshalb viele Anwohner befürchten, dass sich die Baustelle bis ins Frühjahr hinziehen könnte. Für den Fall eines Wintereinbruchs kündigte Arno Krämer einen "Plan B" an, mit provisorischen Durchfahrtmöglichkeiten bei längeren Frostperioden.

Hart für die Gammelsbacher dürfte auf jeden Fall noch einmal der Zeitraum werden, in dem die neue Asphaltschicht aufgebracht wird, also bei optimalen Bedingungen die drei Wochen vor Weihnachten. Denn während auch bei den Fräsarbeiten die Anlieger voraussichtlich an den Baumaschinen vorbeifahren können, geht das beim Asphaltieren nicht mehr. Das ASV gelobt aber Besserung bei der Informationspolitik und will dann spästestens drei Tage vorher informieren, in welchem Bereich die Baumaschinen jeweils arbeiten, damit sich die betroffenen Anlieger darauf einstellen können. Angedacht ist auch eine erneute Bürgerversammlung Anfang Dezember. Landrat Dietrich Kübler sagte, dass eine Versammlung wie die heutige einige Wochen vor Baubeginn besser gewesen wäre, und erntete spontanen Applaus.

09.11.10

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