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Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Gnadenbrot in einem Museum


(Fotos: privat)

(bro) (pk) Die Fähre hat in Zwingenberg am Neckar hat ausgedient, weil dort seit Juni eine Rad- und einspurige Fahrwegbrücke den Neckar überspannt und Autos, Radfahrer, Fußgänger über den Fluss bringt. Seit 1910 hat das die Fähre erledigt, erzählte der Zwingenberger Bürgermeister Peter Kirchesch. Nachdem sie bei einem Hochwasser zerstört worden war, stellte die Gemeinde 1978 eine neue in Dienst.

Diese wird nun nach Leopoldshafen transportiert. „Es wäre zu schade gewesen, wenn wir die Fähre hätten verschrotten müssen“, sagt Peter Kirchesch, "wir, die Zwingenberger, hängen einfach daran. Die Fähre hat uns ein Jahrhundert gute Dienste erwiesen, musste nun aber dem technischen und wirtschaftlichen Fortschritt weichen. Die Brücke gewährt Sicherheit, Zuverlässigkeit und kann stets genutzt werden."

Die Verlagerung und künftige Nutzung der Zwingenberger Fähre als Ausstellungsstück im Freilichtmuseum am „Alten Hafen“ in Leopoldshafen ist dem Zwingenberger Bürgermeister mehr als willkommen. Das SWR Fernsehen hatte mit Bürgermeister Kirchesch und Fährführer Emmig eine Sendung über die mögliche Verschrottung der Fähre aus Zwingenberg ausgestrahlt und für eine Verwendung geworben. Museen, bei denen die Gemeinde anfragte sowie andere Städte und Gemeinden, die bereits Fähren betreiben, konnten keine Verwendung finden. Nicht einmal das Technikmuseum Sinsheim-Speyer hat Interesse bekundet. Eine Schiffsmaklerin, die die 700-Seelen-Gemeinde einschaltete, fand ebenfalls keinen Käufer.

Bis zur Inbetriebnahme der neuen Brücke, die Zwingenberg mit der Straße Richtung Neunkirchen-Aglasterhausen auf der anderen Neckarseite verbindet, pendelte die etwa 17 Meter lange und rund fünf Meter breite Fähre täglich von morgens bis abends. Nur sonntags im Winter stand sie still. Mehr als 25.000 Radfahrer nutzten das europa- und bundesweite Radwegenetz und überquerten in Zwingenberg den Neckar, da sich hier mehrere überregionale Radwege kreuzen.

Jetzt wird das Schiff einen Ehrenplatz bekommen - als Außenstelle des Heimatmuseums. Damit soll sich dieses sozusagen im Nachgang zum Ortsjubiläum 850 Jahre Leopoldshafen im vorigen Jahr und in Erinnerung an die langjährige Bedeutung Leopoldshafens als Transporthafen künftig stärker auf die Themen „Rheinschifffahrt, Hafentätigkeit und Rheinübergang“ ausrichten.

„Wir werten damit das Heimatmuseum auf und regen an, dass sich unsere Bürger stärker mit der Ortsgeschichte beschäftigen“, so Hauptamtsleiter Ehrmann. Bürgermeister Stober freut sich: „Das ist ein Beispiel dafür, wie schnell und flexibel die Verwaltungen mit Hauptamtsleiter Ehrmann und einer Abordnung des Gemeinderates aus Eggenstein, an der Spitze der stellv. Bürgermeister Willy Nees, Chancen wahrgenommen, zur Fährbesichtigung nach Zwingenberg gekommen und gute Kontakte zu der Neckartalgemeinde Zwingenberg mit Bürgermeister Peter Kirchesch und Ratschreiber Erich Steck gepflegt haben. Die Fähre Zwingberg II erhöht die Bedeutung des alten Hafens als kulturhistorisches Aushängeschild der Gemeinde Eggenstein wesentlich."

Im Bauch eines 80-Meter-Transportschiffs soll die Fähre transportiert werden. An der Zufahrt zum Alten Hafen in Eggenstein ­ soll die Fähre mit Hilfe zweier Autokräne ausgeladen und von einem Boot an seinen Bestimmungsort beim ehemaligen Kranplatz geschleppt werden.

Bürgermeister Peter Kirchesch, Gemeinderäte, ehemalige Fährführer und Bedienstete der Gemeinde Zwingenberg verabschiedeten die Fähre und werden rechtzeitig im Alten Hafen in Eggenstein-Leopoldshafen sein, um die Fähre Zwingenberg II zu ihrem künftigen Ankerplatz zu begleiten.

10.08.11

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