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Nachrichten > Kultur und Bildung

Musical-Highlights in professioneller Performance


Auch "Evita" gehörte gestern abend zu den Musical-Highlights in der Stadthalle. (Foto:Richter)

(hr) (ra) Die bunt zusammengewürfelte Truppe hatte sich das Werk des Musical-Papstes Andrew Lloyd-Webber vorgenommen. Da die Akteure am Dienstag stimmlich und tänzerisch bestens disponiert waren, wurde daraus ein kurzweiliger Abend mit dem gern gehörten "Best of" aus Erfolgstiteln wie "Cats", "Evita" oder dem gruseligen "Phantom of the Opera".
Die Stadthalle war eher spärlich besucht, doch gerade hier zeigte sich echte Professionalität: Die Künstler ließen keinerlei Abstriche in ihrem Engagement erkennen. Auch wer gerade nicht im Scheinwerferlicht stand, war nie "von der Rolle", sondern hatte seine Mimik und Körperhaltung sicher im Griff. Natürlich leben Revuen, die mit "Highlights" werben, vom Wiedererkennungseffekt bekannter Melodien. Indem jedoch Robert Alan Clink, ein Show-Veteran aus Detroit, alle Nummern unterhaltsam anmoderierte, vermied er, dass die Vorstellung sich auf das Herunterbeten von Schlüsselmomenten beschränkte. Die Tänzer konnten wirklich tanzen und die Sänger wirklich singen. Christie Leigh Norman war als Assistentin von David Copperfield auf Tour, Laura Michaels tanzt gerne auch Tschaikowskys "Nussknacker" und Melissa Munn bekam in New York einen Gesangspreis für herausragende junge Talente, was gerade in den Couplets aus dem "Phantom", wo sie die Christine sang, nicht zu überhören war - erfordert die Partie doch einen Stimmumfang, vergleichbar nur mit Mozarts Königin der Nacht aus der Zauberflöte. So lebte der Abend glücklicherweise von der Musik, wozu die Begleitband unter der Leitung des Komponisten Robert Mitchell, der jüngst "Hello Dolly" mit dem Londoner BBC-Orchestra neu einspielte, maßgeblich beitrug.
Der geistige Urheber der meisten erklungenen Stücke war Andrew Lloyd Webber, der auf eine beispiellose Karriere zurückblicken kann. 1968 sang er 19-jährig mit Klassenkameraden ein Stück, das er selbst geschrieben hatte ("Josef"), 24 Jahre später wurde er von der britischen Queen geadelt und ist heute der Musical-Magnat schlechthin. Stücke wie "Jesus Christ Superstar" wurden zur Legende, "Cats" oder "Starlight Express" so lukrativ, dass ganze Spielhäuser eigens zu deren Vermarktung gebaut wurden. Unter solchem Erfolgsdruck wurde Webbers Musik glatter und gefälliger, so dass Mitchell wohl nicht ohne Bedacht das Frühwerk vom Superstar Jesus für das Finale aufgespart hatte: Standing Ovations und mehrere Zugaben gefielen dem Publikum und wohl auch der Band so gut, dass sich am Ende Ungewöhnliches ereignete: Das Volk trat an den Orchestergraben und die Musiker belohnten solche Neugier mit einer famosen Instrumentalnummer.

05.12.01

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