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Nachrichten > Kultur und Bildung

Werke von Mozart, Bridge und Brahms


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Am Freitag, 5. April, um 20 Uhr musiziert im evangelischen Gemeindehaus bei den Eberbacher Kunstfreunden das Mariani-Klavierquartett Werke von Mozart, Bridge und Brahms.

Das Quartett entstand 2009. Kammermusik hatte die vier Musiker schon in ihrer Studienzeit in Berlin zusammengebracht. Den Namen wählte das Quartett in Anspielung auf die von Antonio Mariani (Pesaro) ca. 1650 gebaute Bratsche seiner Bratschistin. Das Quartett wurde 2011 mit einem Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs in Berlin ausgezeichnet und in die 56. Bundesauswahl "Konzerte Junger Künstler" des Deutschen Musikrats aufgenommen, durch den vermittelt, es in Eberbach auftritt. Bekannt ist das junge Quartett durch zahlreiche Konzertauftritte, u. a. in Leipzig, Bonn, Berlin und bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Mozart komponierte zwei Klavierquartette (1785/6) - von ihnen im Konzert zu hören das in g-moll KV 478. Er hatte diese Form, bei der es bislang vornehmlich um Musik für “accompagniertes“ Klavier ging, entscheidend abgewandelt, indem er die “Begleitung“ zur Gleichwertigkeit anhob. Diese Werke sind insofern Vorbilder für Beethoven, Brahms und Reger gewesen.. Die musikalische Welt der Zeit indes „reagierte eher ablehnend oder distanziert“ auf das g-moll-Quartett. Der Verleger klagte, das Publikum finde solche Quartette zu schwer und kaufe sie nicht. Offenbar war man von „einer so neuartigen Musik und soviel Ernsthaftigkeit und Tiefgründigkeit“ überfordert, war doch der trotzige erste Satz des Quartetts in g-moll gesetzt, das Mozart immer für besonders ausdrucksvolle Musik verwendete. Ausgleichend aber wirkt dann der Mittelsatz, voll innigem Ausdruck und mit klangvollen Phrasen. Zum Schluss ein überschäumend musikantisches, konzertant spielerisches Rondo.

Frank Bridge (1879-1941) studierte in London Violine und Komposition und war z. B. ein begehrter Kammermusikpartner im English String Quartet. Bridge, auch Lehrer von Benjamin Britten (1913-76), schrieb sein Phantasy-Klavierquartett fis-moll als Auftragsarbeit 1910 für den Musikliebhaber Walter Willson Cobbett, der zur Förderung englischer Kammermusik 1905 einen Wettbewerb stiftete. Sein Name ist bis heute durch den Kammermusikführer “Cobbett’s Cyclopedic Survey of Chamber Music“ bekannt. Cobbett wünschte sich Kammermusik von besonderer Art: "phantasies", kurze Sätze, die, wenn auch gegliedert, nicht das klassischen Viersätzeschema haben sollten. Er benannte sie nach einer musikalischen Form aus elisabethanischer Zeit (16. Jh.), den “fancy-pieces“ (Phantasie-Stücke). Das zwölfminütige Phantasy Quartet von Bridge wird als eine seiner besten Kompositionen geschätzt. Es ist ein breit angelegtes, rahmendes "Andante con moto", in dessen Mitte ein "Allegro vivace" mit einem rhythmisch raffinierten und einem kantablen Thema steht.

Brahms Klavierquartett Nr. 1 g-moll, Op. 25, das erste seiner drei Quartette, wurde 1861 in Hamburg von Clara Schumann uraufgeführt, 1862 in Wien - mit Brahms selbst am Klavier, womit der damals 28-jährige Brahms in der Stadt sein Debüt als Pianist und Komponist gab. Das Quartett beginnt mit in dem einem ruhig dahinschreitenden Allegro, dem ein Art “Lied der Nacht“ (Intermezzo) mit zarter, inniger Thematik über dahinhuschenden Cellotriolen und ein klangwuchtiges und marschartiges, die Melancholie der Vorgängersätze zurückdrängendes Andante folgen. Am Ende steht das populäre "Rondo alla zingarese", eine brahmssche Nachbildung der von ihm so geliebten temperamentvollen, Melancholie wie Wildheit verbindenden ungarischen Zigeunermusik. Brahms Freund, dem Geiger Joseph Joachim, gefiel besonders dieses Rondo, das bis heute beifallsträchtigste Stück der Klavierquartettliteratur. Er meinte zu Brahms, (in ihm) „hast du mir auf meinem eigenen Territorium (gemeint ist das der ungarischen Musik) eine ganz tüchtige Schlappe versetzt“.

Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse.

20.02.13

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