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Nachrichten > Natur und Umwelt

NABU setzt sich seit 1975 für mehr Naturnähe am Neckar ein


(Foto: privat)

(bro) (hru) Der Naturschutzbund (NABU) Eberbach setzt sich seit 1975 für mehr Naturnähe am Neckar auf Gemarkung Eberbach ein und ist bemüht, entlang des Ufers Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten und, wo immer möglich, neue zu schaffen. Damit verbunden war die Absicht, den Kanalcharakter des Flusses zu mildern und ihn für den Betrachter natürlicher zu gestalten.

Denn nicht zuletzt durch Uferbefestigungsmaßnahmen des Wasser- und Schifffahrtsamtes in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts, auch auf Gemarkung Eberbach, wurden natürliche Uferbereiche des Neckars von Schilf und Binsen abgeräumt und mit ihnen angestammte Lebensräume von Tieren und Pflanzen. Besonders zwischen Eberbach und Pleutersbach auf der linken Uferseite gab es noch viel Schilf im flachauslaufenden Uferbereich.

Tief enttäuscht über diese für die Vogelwelt katastrophale Entwicklung zog sich damals der Vogelberinger und Mitarbeiter der Vogelwarte Radolfzell, Rolf Senk aus Aglasterhausen, zurück. Seine Aufzeichnungen beweisen aber noch heute die außergewöhnliche Bestandsdichte der Teichrohrsängerpopulation im Neckarschilf zwischen Obrigheim und Pleutersbach. „Allein schon das Brutvorkommen von Drosselrohrsänger und Zwergrohrdommel als sehr seltene Arten bei Eberbach-Pleutersbach waren bemerkenswert“, schrieb Senk 1987 in einem Brief an den NABU. Und „Damals war die Ringelnatter selbstverständlicher Uferbewohner wegen des gewünschten Nahrungsangebots (Frösche)."

Als erste Maßnahme regte der NABU 1975 an, die Restschilffläche an der linken Neckaruferseite flussabwärts der Neckarbrücke samt Neckarvorland unter Schutz zu stellen. Fünf Jahre danach erlangte das rund. 0,80 ha große Areal Schilfgebiet Eberbach den Status eines „flächenhaften Naturdenkmals“, und es folgte die Anpflanzung auentypischer Bäume und Sträucher. Diese grüne Insel inmitten der Stadt prägt heute das Stadtbild mit und ist nicht mehr wegzudenken. Der Schutz des Neckarufers aus ökologischer Sicht blieb bis heute ein Schwerpunkt der NABU-Aktivitäten in Eberbach.

Es folgte eine Reihe von Maßnahmen, zumeist am linken Neckarufer zwischen den Gewannen Laudenbach/Lindach und Breitenfeld/Pleutersbach. Dazu zählen im Jahre 1979 Einsprüche, zusammen mit dem Sportfischerverein, gegen Planungen der Stadt, am linken Neckarufer oberhalb der Neckarbrücke einen Yachthafen zu errichten und Planvorhaben (1980-84) den Neckarhafen aus der Stadt ans Ufer in Richtung Hirschhorn, in Höhe des Feuerbergtunnels, zu verlegen. Die NABU-Einwände wurden auch wegen der zu erwartenden schweren Eingriffe in die Erholungslandschaft des Neckars begründet. Diese Planungen sind später zurückgezogen worden.

Die Schaffung neuer Lebensräume für Tiere und Pflanzen am Neckar für Eisvogel, Sumpfrohrsänger, Gebänderte Prachtlibelle, Zwergmaus u. a. blieb eine Herzensangelegenheit des NABU. Fünf Projekte konnten verwirklicht werden. Sie wären aber ohne Unterstützung durch die Stadt Eberbach, dem Wasser- und Schifffahrtsamt, dem Naturpark, der ehemaligen Firma Steinbruch Schmelzer und wohlwollenden Menschen so nicht zustande gekommen. Summarisch gesehen betreut der NABU auf dem 13 Kilometer langen Eberbacher Flussabschnitt einen Uferbereich von über 5,6 Kilometer auf einer Fläche von rund 12 ha. Zehn Ufergrundstücke mit einer Fläche von 6.353 qm wurden durch den NABU gekauft.

Die NABU Gruppe Eberbach ist beim Aktionstag "Unser Neckar" am Sonntag, 29. September, auf dem Neckarlauer mit einem Informationsstand vertreten.

23.09.13

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