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Nachrichten > Natur und Umwelt

Der Natur ein Stückchen Freiheit lassen


Eine nahrungssuchende Hummel auf einer Blüte. (Foto: Andreas Held)

(bro) (ru) Heimische Wildpflanzen auf Wiesen und Äckern haben es in unserer Zeit schwer, sich in ihren angestammten Lebensräumen zu behaupten. In der intensivierten Landwirtschaft mit ihrem Pestizideinsatz, dem Düngereintrag, den Monokulturen und der frühen, mehrmaligen Wiesennutzung verlieren viele Wildblumen ihre Lebensbedingungen. Damit versiegen unverzichtbare Nahrungsquellen heimischer Insekten und Vögel. Die immer länger werdende „Rote Liste“ gefährdeter oder vom Aussterben bedrohter Arten spricht eine deutliche Sprache.

Bei mehrjährigen wissenschaftlichen Untersuchungen auf rund 1.000 Untersuchungsflächen auf Äckern, Grünland und an Fließgewässern in Nord- und Mitteldeutschland wurde festgestellt, dass Wiesenblumen und Ackerkräuter in nur 50 Jahren um 95 bis 99 Prozent abgenommen haben.

Andererseits ist zu beobachten, dass viele Arten noch in Städten und Dörfern anzutreffen sind. Deshalb ist es wichtig, wenn Gärten und Grünanlagen urbaner Landschaften heimischen Wildpflanzen und Sträuchern, wie Schwarzer Holunder oder Roter Hartriegel, Lebensraum bieten und dadurch als bedeutende Zufluchtsorte und Stützpunkte einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten.

Der NABU Eberbach ermuntert daher am Thema interessierte Gartenbesitzer sich zu überlegen, ob es in ihrem Garten nicht auch eine Ecke gibt, die geeignet ist, Wildpflanzen eine Chance zu geben. Oft entwickelt sich dort eine Pflanzengemeinschaft ohne menschliches Zutun von alleine, wenn man ihr etwas Zeit lässt. Die Freude am Wachsen und Leben im „Biotop“ ist oft der Lohn dafür, der Natur ein Stückchen Freiheit überlassen zu haben.

Auch Straßen- und Wegränder, die von der Nutzung ausgenommen und nicht von Verkehrssicherheitsmaßnahmen betroffen sind, gelten als wertvolle Wildpflanzenstandorte. Dort sollte aus ökologischer Sicht nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht werden. Dies erspart zudem Zeitaufwand und Geld. Nun scheint es, dass in diesem Jahr einsichtige Behördenvertreter Anweisung gaben, die Pflegeeinsätze zu reduzieren. So auch geschehen in Eberbach, wo blühende Disteln häufig von Hummeln, Honigbienen, Wildbienen und Schwebfliegen besucht wurden.

04.08.14

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