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Nachrichten > Wirtschaft und Arbeit

Besucher fühlten sich gut informiert


(Foto: Claudia Richter)

(bro) (stm) Die GRN-Klinik Eberbach hatte für Dienstag, 23. September, zum zweiten Patienten-Informationstag in die Stadthalle am Leopoldsplatz eingeladen. Dieses Mal ging es nicht nur um chirurgische Themen: Im gut gefüllten großen Saal informierten sich die Besucher in verschiedenen Experten-Vorträgen über aktuelle Diagnostik und Therapien aus den Bereichen Chirurgie, Orthopädie, Innere Medizin und Urologie.

Der Eberbacher Bürgermeister, Peter Reichert, und der Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, Stefan Dallinger, sprachen Grußworte. Dr. med. Thomas Simon, stellvertretender Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie an der GRN-Klinik Eberbach, moderierte den Abend.

Dr. med. Suhi Stadler, Oberärztin der Orthopädie und Unfallchirurgie, eröffnete die Reihe mit ihrem Vortrag unter dem Titel „Wenn Springen nicht mehr möglich ist“. Darin ging sie insbesondere auf die Arthrose des oberen und unteren Sprunggelenks ein und stellte zwei Therapiemethoden vor: die Versteifung und das künstliche Gelenk. Beide haben Vor- und Nachteile: Die Versteifung - das liegt auf der Hand - mindert die Bewegungsfähigkeit des Fußes, während das künstliche Gelenk als noch relativ neue Methode das Risiko birgt, sich nach nicht allzu langer Zeit zu lockern, was unter Umständen einen frühzeitigen Wechsel der Prothese notwendig macht.

Dem „Bauchgefühl“ widmete sich Dr. med. Bernhard Nitsche, Chefarzt der Inneren Medizin, in seinem Vortrag unter dem Motto „Magen und Darm ohne Scham“. Er vermittelte Wissenswertes über den Darm und Krankheitsbilder der Verdauungsorgane - vom Polypen, die unbehandelt zu Darmkrebs entarten können, über Divertikel bis hin zur Colitis Ulcerosa - und machte in diesem Zusammenhang deutlich, wie wertvoll die Koloskopie (Darmspiegelung) zur Krebsvorsorge ist.

Ebenfalls mit dem Darm, aber aus chirurgischer Sicht, beschäftigte sich Dr. med. Thorsten Löffler, Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie: Er stellte verschiedene Therapieangebote der GRN-Klinik Eberbach für von Patienten oft als peinlich empfundene Enddarmerkrankungen vor - wie beispielsweise Hämorrhoidalleiden, Fisteln, Entzündungen, aber auch Stuhlentleerungsstörungen. Ebenso wie Dr. Nitsche wies Dr. Löffler darauf hin, dass falsche Scham unangebracht sei, und empfahl, beim Auftreten von Blutungen sowie anhaltendem Juckreiz oder Schmerzen im Analbereich den Arzt aufzusuchen.

Um Prostataerkrankungen ging es im Vortrag von Dr. med. Jan Voegele, einem der beiden Chefärzte der Eberbacher Urologie. Unter anderem stellte er die Frage nach der Aussagekraft des viel zitierten PSA-Wertes (Prostata-spezifisches Antigen) und betonte, dass ein erhöhter Wert noch nicht automatisch bedeute, dass eine Krebserkrankung vorliegt. Dennoch sei es wichtig, Ursachenforschung zu betreiben, dabei müsse die Messung des PSA-Wertes ergänzt werden durch ein Gespräch über etwaige Beschwerden - beispielsweise beim Wasserlassen -, eine körperliche und Urin-Untersuchung, Ultraschalldiagnostik und eine Harnstrahl-Messung. All dies in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Haus- und einem urologischen Facharzt. Die Krebsvorsorge empfiehlt er jedem Mann ab 50, bei familiärer Vorbelastung schon ab 45 Jahren.

Dr. med. Martin Stark, Oberarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, schloss den Vortragsreigen des Patienten-Informationstages mit seinem Beitrag zum endoprothetischen Teilersatz am Kniegelenk. Insbesondere ging er auf die sogenannte unikondyläre Schlittenprothese ein. Sie wird bei Patienten eingesetzt, die an einer einseitigen Arthrose des Außen- oder Innengelenks leiden. Das Besondere an dieser Endoprothese ist, dass die Funktion des Kniegelenks voll erhalten bleibt und die Betroffenen nach der Operation sogar Sport treiben können. Zur Klärung der Frage „Voll- oder Teilprothese“, so Dr. Stark, müsse man auch hier abwägen, was wichtiger ist: Erhalt der Beweglichkeit (Teilprothese) oder längere Haltbarkeit des künstlichen Gelenks (Vollprothese), um das Risiko einer frühzeitigen Wechsel-Operation zu vermeiden.

In den Pausen stärkten sich die Besucherinnen und Besucher des Patiententags mit einem Imbiss, fanden aber auch Zeit, sich in der begleitenden Ausstellung beispielsweise die Implantation eines künstlichen Gelenks am Knochenmodell oder die Funktionsweise eines Endoskops demonstrieren zu lassen. Nicht zuletzt boten sich im Rahmen der Veranstaltung zahlreiche Möglichkeiten, individuelle Fragen zu stellen und Antworten zu bekommen - im Plenum ebenso wie in Einzelgesprächen mit den Experten.

25.09.14

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