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Investitionsstau in Millionenhöhe soll abgearbeitet werden


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Nur rund 30 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer kamen am vergangenen Dienstag, 1. Dezember, um 18 Uhr in den großen Saal der Stadthalle, wo die Stadtverwaltung zu einer Info-Veranstaltung über die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung in Eberbach eingeladen hatte.

Um die Eberbacher Infrastruktur für Wasser und Abwasser ist es nicht gut bestellt. Zu wenig wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in die Erhaltung und Erneuerung der Anlagen investiert, und entstanden ist ein Investitionsstau in Millionenhöhe.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Bürgermeister Peter Reichert gab Timo Mechler vom Tiefbauamt zunächst einen Lagebericht zum Eberbacher Abwassersystem. Angeschlossen sind die Kernstadt, einige Nachbargemeinden und alle Eberbacher Ortsteile außer Brombach. Das Abwassernetz besteht aus 125 Kilometern Kanal, fünf Pumpwerken, 13 Regenrückhaltebecken und 19 Regenüberläufen. Besonders die Regenrückhaltebecken sind große Bauwerke unter der Erdoberfläche, die bei Regenereignissen durch ihr Speichervolumen dafür sorgen, dass nicht zuviel Wasser auf einmal in die Kläranlage gespült wird. Das Becken an der Theodor-Frey-Schule ist beispielsweise 35 Meter lang. Viel Geld (knapp 9 Millionen Euro) wurde in den Jahren 2003 bis 2008 in die Erneuerung der Kläranlage investiert. Kanäle und Regenüberlaufbecken gerieten dabei ins Hintertreffen und sind teils in miserablem Zustand. Die Kanäle mit den schlimmsten Schäden (sofortiger Handlungsbedarf) sollen nun vordringlich saniert werden, allein in 2015 für über 1,2 Millionen Euro. Laut Mechler wolle man den Investitionsstau in den kommenden Jahren abbauen, um keine estremen Belastungen für künftige Generationen entstehen zu lassen, was aber auf jeden Fall zu einem Anstieg der Abwassergebühren führen werde. Diese sollen dann aber auf möglichst gleichem Niveau gehalten werden durch jährlich ungefähr gleichbleibende Investitionen ins Abwassernetz.

Ähnlich sieht es auch mit der Trinkwasserversorgung aus, die im Zuständigkeitsbereich der Stadtwerke liegt. Besonders nach der Verkeimung der Holdergrundquelle im September 2014 kam bei einer Analyse der Wasserversorgung in Eberbach durch Fachingenieure ein erheblicher Sanierungsbedarf der Wasserversorgungsanlagen zutage. Zurzeit bezieht Eberbach sein Trinkwasser für die Kernzone (Eberbach, Lindach, Gaimühle Friedrichsdorf, insgesamt 12.600 Einwohner) aus den eigenen Quellen Herrenwiese, Dürrhebstahl und Holdergrund. Rockenau (760 Einwohner) wird aus der dortigen Rothenbach-Quelle versorgt und Brombach (360 Einwohner) aus der Geißbergquelle. Das Wasser für Pleutersbach, Unterdielbach, Badisch Igelsbach und Badisch Schöllenbach (zusammen 940 Einwohner) wird fremd bezogen, beispielsweise aus Schönbrunn, Hirschhorn und Waldbrunn.
In so genannten Aufbereitungsanlagen wird der pH-Wert angepasst und das Wasser durch UV-Licht desinfiziert. Das Eberbacher Trinkwassernetz besteht aus rund zehn Quellstandorten (einige davon ungenutzt), fünf Aufbereitungsanlagen, 13 Hochbehältern und mehreren Druckerhöhungsanlagen. An mehreren Hochbehältern und Aufbereitungsanlagen wurde erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt. Ledigich die Anlage in Brombach sei gut in Schuss, erklärte Markus Vaas vom beauftragten Ingenieurbür. Da die Holdergrundquelle dauerhaft das größte Risiko für die Trinkwasserqualität berge, empfiehlt Vaas, die Quelle mittelfristig aufzugeben. Für den dann nötigen Ersatz gibt es mehrere Szenarien, z.B. die Erschließung anderer Quellen oder den Bezug von Bodenseewasser. Aufschluss für die Entscheidung über die möglichen Varianten soll nun eine einjährige Messung der Quellschüttungen geben. Vermutlich im Jahr 2017 soll dann der Gemeinderat über die Neuordnung der Eberbacher Wasserversorgung entscheiden. Ziel ist eine gesicherte “Wasserversorgung 2025”.

Was das alles kostet, verwies Bürgermeister Peter Reichert noch ins Reich der Spekulation, aber vermutlich “einige Millionen”. Auf die Frage eines Zuhörers, ob das Trinkwasser noch gechlort werde, erläuterte Timo Fuß von den Stadtwerken, dass zurzeit noch eine niedrige Chlordosierung zugesetzt werden, die aber voraussichtlich im Januar 2016 ganz eingestellt werden könne.

05.12.15

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