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Die Welt ist klein in Oberzent


(Fotos: Thomas Wilken)

(tom) Die Familie Foshag aus Rothenberg ist so etwas wie ein Paradebeispiel für den familiären Charakter, die Integrationswirkung der Oberzent-Schule und ihre Bedeutung für die Region: Harry Foshag aus Rothenberg besuchte sie von 1979 bis 85, seine spätere Frau Christiane von 1981 bis 1987. Der ältere Sohn Dominik drückte logischerweise hier auch die Schulbank wie jetzt sein jüngerer Bruder Pascal. Der hatte zum 50. Jubiläum eine tolle Idee.

In der elterlichen Schlosserei wurde nach dem Austüfteln im Kunstunterricht von Maraike Hufer ein Kunstwerk geschaffen, das nun eine Wand am Schulgebäude ziert und am großen Tag feierlich enthüllt wurde. „50 Jahre OZS“ lautete das Thema im Unterricht. Eine Woche vor der Feier hatte Pascal dann die zündende Idee, die Zahlen „1968 – 2018“ zusammen mit dem Kürzel „OZS“ in eine Metall-Installation zu formen. Neben dem Vater half auch der Bruder bei der Realisierung.

„Die Schüler haben überlegt, wie sie die Veranstaltung hypen können“, erläuterte Hufer. Es entstanden außerdem Armbändchen, die Jürgen Nebel von der Initiative „Du musst kämpfen“ gegen eine Spende weitergab. Der Erlös geht an krebskranke Kinder. Daneben betätigten sich die Schüler gärtnerisch. Hinter den Gebäuden wurde mit winterharten Herbstblumen eine „50“ gepflanzt. Das Programm war riesig: Es startete mit der Percussion-Band und einem „Oberzent-Schule olé“. Viele andere Beispiele aus dem Schulalltag schlossen sich an.

„Wir sind die Schule für die Region“, betonte Schulleiter Bernd Siefert die Bedeutung. Ohne sie „hätte es vielleicht die Fusion gar nicht gegeben“, denn seit fünf Jahrzehnten ist sie die erste Möglichkeit für die Kinder aus den verschiedenen Oberzent-Orten, Gleichaltrige kennenzulernen. Verbindende, manchmal sogar ehestiftende Wirkung inklusive. Wie bei Harry Foshag und seiner Christiane.

„Es ist wahnsinnig viel los“, freute sich Siefert nachmittags. Viele Ehemalige, die abends auch in die Alte Turnhalle zum Treffen kamen, schauten bereits früher in den Schulräumen vorbei. Wie Gunter Johe aus Olfen, heute Schulelternbeiratsvorsitzender. Ende der 80er Jahre drückte er die Schulbank – klar, wo. Heute geht seine Tochter auf die … – logisch. Ehemalige finden sich immer noch zurecht, meinte Johe. Von der Grundstruktur her sei vieles gleich geblieben.

„Man kennt sich halt“, sagte er über die Dorfgemeinschaft, die auf Oberzent ausgedehnt auch an der Schule gepflegt wurde. Es ist das Familiäre, Unkomplizierte, es sind kurzen Wege, die Lehrer, die früher selbst Schüler an der OZS waren, die das Besondere ausmachen. „Ich ging mit Bernds Bruder in eine Klasse“, grinst Johe und zeigt zum Schulleiter. Der ist einer von sieben ehemaligen, die heute ihr Wissen an die heutigen Schüler weitergeben. Ein Viertel des Kollegiums. Die Welt ist klein in Oberzent.

Das bemerkte auch Ingo Stechmann vom Staatlichen Schulamt Heppenheim. „Ich habe das Gefühl, ich bin der einzige, der nicht auf diese Schule gegangen und mit keinem verwandt ist“, lachte er bei der akademischen Feier. Fast. „Dein Vater ist früher beim Sauter (einem Beerfeldener Transportunternehmen) Bus gefahren“, kam prompt die Replik von Rainer Sauter. Wie recht Stechmann aber mit seiner Vermutung hatte, zeigten die anderen Redner. Der Finkenbacher Oberzent-Bürgermeister Christian Kehrer ging logischerweise auf die OZS. „Der war einen Jahrgang unter mir“, so Siefert.

Der Landtagsabgeordnete Rüdiger Holschuh aus Gammelsbach drückte natürlich auch die Schulbank auf der „Heumatte“. Kreisbeigeordneter Oliver Grobeis spielte für den SV Beerfelden Fußball- eine große Familie. „Das war ein klasse Zusammentreffen mit alten Freunden“, freute sich Siefert über die Ehemaligenfeier. 300 Gäste kamen, die letzten gingen um 3 Uhr morgens. „Tolle Stimmung und gelungene Jubiläums-Feier“, bilanzierte er.

17.09.18

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