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Frauentreff informierte sich über fairen Handel


Fairer Handel ist ein wichtiger Bestandteil der Agenda 21, wie Rosi Brand vom Weltladen "Fair & Mehr e.V." in ihrem Vortrag beim Frauentreff der evangelischen Kirche erläuterte. (Foto:Schneidewind-Hatnagel)

(jc) (csh) Agenda 21 und Fairer Handel war das Thema am Mittwochabend im Frauentreff der evangelischen Kirche. Rosi Brand vom Weltladen "Fair & Mehr e.V." erläuterte für viele interessierte Frauen in sehr anschaulicher Weise Grundlagen und Ziele fairen Handels im Rahmen der Agenda 21.
Die Agenda 21 ist ein globales Aktionsabkommen, das 1992 in der Weltkonferenz in Rio de Janeiro von 179 Staats- und Regierungschefs beschlossen wurde. Das weltweite Programm (Agenda heißt: Was zu tun ist, 21 meint das 21. Jahrhundert) setzt auf das Prinzip der Nachhaltigkeit, d.h. auf einen umsichtigen Umgang mit Energie und Rohstoffen. Themen der Agenda 21 sind unter anderem "Schutz der Erdatmosphäre", "umweltverträgliches Wirtschaften", "Veränderung der Konsumgewohnheiten" und "soziale Verteilungsgerechtigkeit". Das Ziel ist, mehr Gerechtigkeit zwischen den Nationen zu schaffen und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen für diese und zukünftige Generationen zu gewährleisten.
Schon lange bevor die Agenda 21 beschlossen wurde, hatte sich der Dritte-Welt-Handel, inzwischen Fairer Handel genannt, für gerechtes Handeln mit den Entwicklungsländern eingesetzt. Heute vereinigt der Faire Handel alle Forderungen der Agenda 21 nach ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, wie Rosi Brand betonte. Leider habe faires Handeln in unserer Gesellschaft einen niedrigen Stellenwert, was die ökonomische Seite für die meisten Weltläden unbefriedigend mache. In der Regel arbeiten, wie auch in Eberbach, alle Mitarbeiter ehrenamtlich, und gute Geschäftslagen und reguläre Öffnungszeiten der Weltläden seien eher selten.
Gerade auf dem Gebiet des eigenen Konsumverhaltens habe aber jeder Einzelne die große Chance, mit persönlichem Handeln und Verhalten weltweite Prozesse beeinflussen zu können. So könnten mit dem Konsum "fair gehandelter" und ökologisch verträglich hergestellter Produkte gleichzeitig sinnvolle entwicklungspolitische Initiativen in Ländern des Südens gefördert und ein positiver Beitrag zum Erhalt der Umwelt geleistet werden.
Filmmaterial über Anbau und Vermarktung regionaler Agrarerzeugnisse in Afrika und Südamerika, ein selbstinszenierter Sketch über konventionelles Konsumverhalten und Kostproben aus der Angebotspalette des Weltladens überzeugten von den Möglichkeiten des fairen Handels. Alle Produkte werden unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt und zu Preisen gehandelt, die den Erzeugern eine eigenständige Existenz ermöglichen.
Bei dem anschließenden Erfahrungsaustausch wurde sehr schnell deutlich mit welchen Schwierigkeiten ein bewußt nachhaltiges Konsumverhalten im Alltag einhergehen kann. Höhere Preise machen es für viele Familien unmöglich ihren gesamten Bedarf über fairen Handel abzudecken. Aber auch gelegentliche Einkäufe im örtlichen Weltladen tragen zur Unterstützung bei. Wünschenswert, so die einhellige Meinung der anwesenden Frauen, sei ein beispielhaftes Konsumverhalten der Kommune, wie zum Beispiel der Bezug von Kaffe, Tee und Getränken des fairen Handels für das Rathaus.
Großes Interesse aller Frauen galt der Umsetzung der Ziele der Agenda 21 auf lokaler Ebene. Wenn jeder Einzelne dazu aufgerufen ist, seinen Teil zur Nachhaltigkeit beizutragen, wie sehen zum Beispiel die Bemühungen der Stadt Eberbach in den Bereichen Energiesparen, Wasserverbrauch senken oder Abfall vermeiden aus. Frauentreff und der Verein „Fair&Mehr“ würden die Initiative zu einer Lokalen Agenda 21 sehr begrüßen.
Produkte aus fairem Handel gibt es im Weltladen Eberbach, Neckarstraße 2. Öffnungszeiten: Mo,Di,Fr 15-18 Uhr, Do 10-13 Uhr und 15-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr.

09.06.02

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