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Kindergarten ist Mess-Schwerpunkt


(Foto: Thomas Wilken)

(tom) Oberzent wird jetzt entschleunigt. Stadtpolizist Nabil El Kadi ist seit einigen Wochen mit dem mobilen Blitzer an den neuralgischen Punkten anzutreffen, wo besonders viele Geschwindigkeitsübertretungen zu erwarten sind.

Die vorherigen Verkehrszählungen machten deutlich, dass auf manchen Strecken gerast wird, was das Gaspedal hergibt. Die bald ins Haus flatternden Knöllchen dürften für viele eine neue Erfahrung sein, denn Tempokontrollen gab es in dieser Form bisher nicht.

Ein Schwerpunkt ist der Kindergarten Beerfelden in der Gammelsbacher Straße. Hier gilt montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr Tempo 30. Allerdings scheinen das zahlreiche Verkehrsteilnehmer noch nicht verinnerlicht zu haben. Die Geschwindigkeitsmessungen im Frühjahr erbrachten 30 bis 40 Prozent Überschreitung, erläutert El Kadi. Und das bei 3.200 Autos am Tag. Tempo 50 wiederum missachteten „nur“ vier Prozent, allerdings war darunter auch der Spitzenreiter mit satten 101 km/h.

Seitdem der Stadtpolizist mit dem mobilen Lasermassegerät unterwegs ist, wird nicht nur die Geschwindigkeit aufgezeichnet, sondern es kommt auch das Knöllchen hinterher. Um die 500 Verstöße hat das 45.000 Euro teure Gerät in dieser kurzen Zeit schon aufgelistet. Neben dem Kindergarten setzt El Kadi den Blitzer auch auf der B45 zwischen Hetzbach und dem Himbächel-Viadukt ein. Zwei Unfälle in kurzer Zeit könnten einen besonderen Gefahrenpunkt bedeuten, erläutert er.

„Seit vier Wochen gibt es kostenpflichtige Verwarnungen“, sagt der Verwaltungsmann. Um eine solche im Briefkasten zu haben, muss man in Hessen mindestens neun Kilometer zu schnell fahren. Denn drei km/h werden als Toleranz berechnet, weitere fünf kommen als Geringfügigkeit obendrauf. Das geht an diesem Tag schnell. El Kadi packt mit Hilfe seines neuen Kollegen Benjamin Ried das Lasermessgerät Leivtec XV 3 aus, schließt es an, stellt mit der Fernbedienung auf dem Bildschirm schnell die entsprechenden Parameter ein.
Prompt werden gleich zwei Autofahrer mit 41 und 43 km/h erfasst. Und das, obwohl der Stadtpolizist direkt neben der Straße steht und das Gerät deutlich sichtbar ist. Die entsprechenden Messstellen in Oberzent hat er dort entweder nach eigenen Überlegungen hinterlegt oder Punkte aufgesucht, wo es Bürgerbeschwerden über Raser gab. Ein paar wenige Klicks und der Blitzer ist somit für die Messstelle bereit.
Das Gerät macht 15 Bilder pro Sekunde, erläutert El Kadi. Wodurch der Eindruck eines Videos entsteht. „Die sind gestochen scharf“, schildert er. Für schlechtes Wetter oder Regen lässt sich ein Blitz nachrüsten. Gemessen wird in einem Abstand zwischen 50 und 30 Metern vor dem Gerät. „Wir dürfen nicht aktiv tarnen“, betont er. Er hat beobachtet, dass die meisten sowieso schon vorbei sind, bevor sie den Blitzer bemerken. Der steht oft „offensiv direkt neben dem Straßenrand“.
Genauso schnell wie El Kadi das Gerät aufgebaut hat, sind oft die entsprechenden Posts in den einschlägigen Facebook-Gruppen zu finden. Wobei sich hier die Reaktionen die Waage halten. Die Geschwindigkeitsmessungen vor dem Kindergarten haben durchaus ihre Befürworter. „Keine Messung bleibt lange unentdeckt“, weiß er. „Der Odenwald ist sehr gut vernetzt.“
El Kadi ist klar, dass er dagegen keine Handhabe hat. Aber er macht die Aktion ja auch nichts aus Jux und Dollerei. „Es geht darum, die zu kriegen, die andere gefährden“, meint er mit Blick auf die Messstelle bei der Kita. Vielleicht könnte man ja diese Kontrollen mal nicht melden, hofft er, denn es gehe um den Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer.

Olfen, Raubach, am Penny-Markt und zwei Mal in Gammelsbach, dazu während der Festivals: Das Lasermessgerät kommt derzeit nicht nur unter der Woche, sondern auch samstags zum Einsatz. „Der Bedarf ist mehr als gegeben“, sagt El Kadi aus Erfahrung. Das zeigten die Auswertungen von Tempomessungen: 132 km/h zwischen Rothenberg und Kortelshütte oder 89 km/h in der Raubach.

Um die stationären Blitzer in Hetzbach und Gammelsbach wieder einsatzbereit zu machen, wurden bereits die Verträge mit der Fachfirma unterzeichnet. Diese plant derzeit und holt die Genehmigungen ein. Stadtpolizist El Kadi rechnet damit, dass noch in diesem Jahr die fehlenden Kontaktschleifen in den Asphalt eingebracht werden und damit die Geräte wieder ihren Dienst aufnehmen können.

21.08.19

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