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Nachrichten > Kultur und Bildung

Das La-re-sol-Quartett und die Pianistin Miwa Hoyana zu Gast in Eberbach


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Am Freitag, 25. Oktober, ab 20 Uhr, ist im zweiten Kunstfreunde-Kammerkonzert, 71. Reihe 2019/20, im Eberbacher evangelischen Gemeindehaus am Leopoldsplatz das "La-re-sol-Quartett" mit der Pianistin Miwa Hoyana zu Gast.

Zu hören sein werden: Mozarts von ihm selbst so geschätzten Es-Dur-Klavierquintett (KV 452), hier in Fassung für Streicherbegleitung, ferner Haydns Streichquartett Es-Dur, Op. 33/2, "The Joke - La surprise" genannt, eines seiner klangschönsten, dazu witzigsten Quartette und abschließend Brahms 40-minütiges Klavierquintett Op. 34 (1862-64), "eines der größten Werke der Kammermusik für Piano und Streichinstrumente, die je geschrieben worden sind" (Florence May, Pianistin, Brahms-Biographin).

Die Ausführenden: Kana Sugimura, in New York von japanischer Eltern geboren, studierte Violine seit ihrem fünften Lebensjahr u. a. in Tokio, London und Hannover. Ausgezeichnet bei internationalen Wettbewerben, trat sie als Solistin auf, etwa 2007 mit dem Linos Ensemble bei der Uraufführung der kammermusikalischen Fassung des Violinkonzerts von Alban Berg. Als Gastkonzertmeisterin spielte sie u. a. bei Orchestern in Pforzheim, St. Gallen und Hannover (NDR Radiophilharmonie). Seit 2012 ist sie Geigerin des Klavierquartetts Flex Ensemble und Konzertmeisterin beim Kammerorchester Musica Assoluta, Hannover.

Tsvetomir Tsankov studierte Violine in Bulgarien, bevor er 2003 an der Essener Folkwang Hochschule Konzertexamen mit Auszeichnung machte. Er war Preisträger internationaler Wettbewerbe in Tschechien, Rumänien und Bulgarien und spielte als Solist mit der Neuen Philhar monie Westfalen, den Sofia Soloists und bulgarischen Sinfonieorchestern. Orchestermusiker war er in Essen, Duisburg München, Köln, München (Bayerische Staatsoper München). Er spielt im Orchester "KlangVerwaltung München" und ist festes Mitglied der ersten Violinen im Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Anna Szulc-Kapala, in P³ock (Polen) geboren, begann siebenjährig das Violinspiel. Sie beendete mit Auszeichnung 2007 ihr Violin-Studium in Poznan (Posen). Nach Arbeit an der Universität der Künste in Berlin studierte sie an der Musikhochschule Hannover und gewann Preise bei Wettbewerben in Weimar (2008), Frankfurt (2013), Lugano 2015). Als Bratschistin arbeitet sie mit Musica Assoluta - Hannover, der Kammerphilharmonie Bremen und der NDR Radiophilharmonie Hannover, auch als Kammermusikerin, zusammen

Der Cellist Jan Bauer aus dem badischen Gaggenau studierte Cello an der Bremer Hochschule für Künste und der Essener Folkwang Hochschule. Nach dem Diplom absolvierte er ein Aufbaustudium in Kammermusik und wurde mit seinem damaligen Klavierquartett Stipendiat der "Richard-Dörken Stiftung" (Witten/Herdecke). Impulse erhielt er auf Meisterkursen, was zu Interesse an historischer Aufführungspraxis und damit zum Freiburger Barockorchester führte. Nach Stipendiatszeit und Zeitvertretung (Essener Philharmoniker) ist er seit 2010 Mitglied im Staatsorchester Braunschweig und im Kammerorchester Musica Assoluta.

Die Pianistin Miwa Hoyano, geboren in Japan, spielte Klavier mit vier Jahren. Nach Bachelor-Studium in Tokio wurde sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zum Studium angenommen. Sie beendete es 2018 erfolgreich mit Konzertexamen. Als Solistin spielte sie seither auf ausgedehnten Tourneen in Japan, Südostasien, USA und Europa. 2017 führte sie Franz Liszts Klavierkonzert Nr.2 in Hannover auf. Sie gewann verschiedene Wettbewerbe. Der Pianist und Komponist Marcello Abbado sagte über sie: "Eine fantastische Pianistin. Sie spielt mit größter Leidenschaft und wunderbarer Atmosphäre“. Es folgten Auftritte in der Carnegie Hall (New York) und im Concertgebouw (Amsterdam) mit Radio-Übertragung. Ihre Debut-CD “Farben” veröffentlichte sie 2016. An der Musikhochschule Hannover arbeitet sie als begleitende Pianistin (bei Instrumentalisten, Dirigenten), daneben als Kammermusikerin, z. B. in einem Quartett mit Mitgliedern der Münchner Philharmoniker und als Duobegleiterin.

Das Programm: Das Klavierquintett Es-Dur KV 452, mit Bläsern, hier in Streicherbesetzung, bezeichnete Mozart 1784, als "ein Quintett, welches ausserordentlichen beyfall erhalten (habe), - ich halte es für das beste was ich noch in meinem Leben geschrieben habe ... ich wollte wünschen sie hätten es hören können! - und wie schön es aufgeführt wurde". Es ist ein Klavierkonzert mit Quartettbegleitung, in dem aber dem solistisch sehr geforderten Pianisten das Quartett als gleichberechtigter Klangkörper gegenübersteht und so eine vollendete kunstvolle, gewinnende Kammermusik entsteht. Man nimmt an, dass Mozart sein Quintett bewunderte wegen der kühnen, ja aufregenden Harmonik in jedem der drei Sätze.

Das folgende wohlklingende Haydn-Quartett op. 33/2 Es-Dur, ist das zweite von sechs aus diesem Zyklus (1781), die nach Haydns Meinung "auf eine ganz neue, besondere Art" gemacht seien, als sei in sei in ihnen die Verbindung von hohem Stil mit Volkstümlichkeit, von geistigem Tiefgang mit behender Witzigkeit gelungen, was die späteren Beinamen "The Joke" und" La surprise"/"Witz" und "Überraschung in einem amüsanten Schluss auch andeuten wollen. Zuvor sind zu hören ein typisches "singendes Allegro", ein derb tänzerisches Scherzo mit einem schönen Ländler-Trio für den Primgeiger und ein langsamer Satz, ein Lieblingsstück aller Bratschisten.

Zum Beschluss des damals 31-jährigen Brahms 40-minütiges Klavierquintett f-moll op. 34 (1862-64), dem nur noch die Quintette Schuberts, Schumanns und Dvoøáks gleichrangig sind. Brahms Freund Hermann Levi rühmte es als "ein Musterstück von Klangschönheit, ein Labsal für jeden Dilettanten (Musikliebenden), ein Meisterwerk von Kammermusik, wie wir seit Schubert kein zweites aufzuweisen haben". Brahms hatte es zuerst in Streichquintett form geschrieben, dann formte er es um zum Klavierduo, um schließlich im Klavierquintett die ihm genehme Synthese zu finden. In einprägsamer "Einstimmigkeit" (unisono) spielen zunächst Klavier, Violine und Cello eine Art Motto, in das alsbald und immer wieder eine kraftvolle Klavierfiguration einbricht, die den ideenreichen Satz energisch vorantreibt. Es folgt kontrastierend ein schlicht liedhafter Satz und ein eindrucksvolles Scherzo mit drei besonders beeindruckenden Themen, dazu ein volksliedhaftes Trio. Das ausgedehnte Finale mit pathetischer Einleitung zeigt zuerst altväterisch tänzerische und dann kontrastierend expressiv melancholische Thematik, die dann über eine große Coda zu einem jagenden Schluss sich steigert.

16.10.19

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