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Nachrichten > Kultur und Bildung

Eine wahre Schatztruhe

(bro) (as) Im Langbein Museum in Hirschhorn herrscht emsiges Treiben, auch wenn nach außen hin der Eindruck herrscht, es sei in einen Dornröschenschlaf gefallen. Es wird getüncht, geräumt, geplant, sortiert und digitalisiert. Die To-do-Liste ist lang.

Nach dem Tod von Uli Spiegelberg in 2018, der als erster Vorsitzender des Freundeskreises Langbein’sche Sammlung, alle Ideen und Konzepte im Kopf hatte, begann für den neuen Vorstand eine traurige Pflicht, den musealen und historischen Nachlass von Uli Spiegelberg zu erfassen und zu sortieren. Diese Aufgabe wird seither sehr akribisch verfolgt. Einig ist man sich im Vorstand, dass sich das Museum weiterentwickeln und damit die konzeptionelle Arbeit von Uli Spiegelberg fortgesetzt werden soll.

In enger Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsberater, Jörg Werner, Bremen, der „in kongenialer Zusammenarbeit mit Uli Spiegelberg“ das eindrucksvolle Museumskonzept entwickelt und realisiert hat, wurden die ersten Schritte in die Wege geleitet. Das Museum war von Anfang an als interaktives Museum gedacht, in dem Besucher die Ausstellung erleben, statt sie nur zu betrachten. Mit Unterstützung von Jörg Werner wird dieser Weg wieder stärker verfolgt.

Historische Waffen, die auf behördliche Anweisung vorübergehend aus der Ausstellung genommen werden mussten, konnten nun schusssicher versiegelt und diebstahlsicher angebracht werden. Aus dieser Sammlung besonders sehenswert ist ein Infanteriegewehr aus der napoleonischen Zeit.

Der Nageltisch aus 1917, einst Stammtisch im Naturalisten, hat nun seine neue Heimat im Museum und einen festen Platz in der Ausstellung gefunden – als Mahnmal im Sinne Schillers „Gefährlich ist’s den Leu zu wecken…“

Der umfangreiche Nachlass Uli Spiegelbergs an Dokumenten, Bildern und Büchern - auch jenen Unterlagen, die dem Stadtarchiv überlassen wurden - wird derzeit gesichtet, analysiert und in einem digitalen Verzeichnis erfasst.

Im Zuge der Digitalisierung wurde eine Datenbank eingerichtet, in der nach und nach alle Informationen zu den Exponaten und deren historischen Hintergründe erfasst werden. Dieser Inventarisierungsprozess wird noch lange Zeit in Anspruch nehmen, erweist sich aber jetzt schon als außerordentlich hilfreich.

Der Digitalisierung der Langbein’schen Sammlung liegt ein Konzept zugrunde, das das Museum auf lange Sicht nachhaltig ordnen und sichern und jederzeit ermöglichen soll, historische Bezüge zwischen den Exponaten herzustellen. Das wird die Arbeit des Vorstands und der Museumsführer künftig wesentlich erleichtern. „Immer wieder sind wir überwältigt, wie viel Uli Spiegelberg hier geleistet hat. Sein Wissen und seine Schaffenskraft sind bislang unübertroffen“, zeigt sich das Vorstandsteam beeindruckt.

Diese Arbeit im Hintergrund des Museums ist Voraussetzung dafür, weitere Museumsführer zu rekrutieren und zu schulen. Aufgrund der vollen Terminkalender der derzeitigen Museumsführer kann die Nachfrage Führungen nicht in vollem Maße ausgeschöpft werden. Das soll sich ändern.

Das Diorama, das die von Carl Langbein vor mehr als 100 Jahren so fachgerecht präparierten Tiere zeigt, wurde neu gestaltet und erhält zudem ein neues Kennzeichnungssystem. Im Zuge dessen wurde die beachtliche Sammlung an Singvögeln im Erdgeschoss untergebracht, wo sie erste Anlaufstelle für die kleinen Museumsbesucher ist. Für die noch nüchtern-kahlen Räume im Erdgeschoss wurde zusammen mit Jörg Werner das Museumskonzept fortgeschrieben, damit das Erlebnis des Museumsbesuchs künftig bereits hier beginnen kann.

Es ist geplant, neben dem vielfach gepriesenen Audio-Guide auch weitere elektronische und/oder digitale Medien einzusetzen, die den Besucher aktiv in das Geschehen im Museum einbinden.

Und nicht zuletzt arbeitet der Vorstand an der Aktualisierung eines bereits vorliegenden Marketingkonzepts, mit dessen Hilfe mehr Besucher in das sehens- und erlebenswerte Museum gebracht werden sollen. Die ersten Maßnahmen/Aktionen sind für das erste Halbjahr 2020 geplant.

„Auch wenn nach außen hin nicht viel zu erkennen ist, im Museum tut sich sehr viel“, versichert die erste Vorsitzende Aloisia Sauer. „Die Zusammenarbeit im Vorstandsteam und auch mit der Tourist-Information ist vorbildlich. Unser gemeinsames Ziel ist, die führende Position des Langbein Museums innerhalb der Museumslandschaft im Rhein-Neckar-Kreis weiter auszubauen. Vor allem aber wollen wir unseren Hirschhornern zeigen, was für eine Schatztruhe das Langbein Museum ist.“ Sie dankt allen Ehrenamtlichen für ihren enormen Einsatz und wünscht sich zugleich: „Weiter so.

20.11.19

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