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Nachrichten > Politik und Gesellschaft

Neubauwunsch contra Finanzierbarkeit - Arbeitskreis als Abhilfe gegen Verzweiflung


(Foto Hubert Richter)

(hr) Geradezu verzweifelt zeigte sich Eberbachs Bürgermeister Peter Reichert gestern Abend in der Sitzung des Gemeinderats bezüglich der Zukunft des erneuerungsbedürftigen Hallenbads: Man wolle ein neues, wisse aber nicht wie man es finanzieren könnte.

Eine Sanierung des fast 50 Jahre alten bestehenden Bads hält auch Reichert inzwischen nicht mehr für sinnvoll, da der Aufwand wohl zu groß und kaum kalkulierbar wäre. Es bleibe nur ein Neubau, der mit mindestens 8,5 Millionen Euro ein riesiges Loch in die Stadtkasse reißen würde. Allein die jährlichen Folgekosten für die Stadt wären im Bereich einer runden Million, und Stadtkämmerer Patrick Müller erläuterte noch einmal an den Finanzzahlen, dass ein Hallenbadneubau zu einer derart hohen Verschuldung führen dürfte, dass die Stadt ihre Handlungsfähigkeit einbüßen könnte und Haushaltspläne von der Rechtsaufsicht möglicherweise gar nicht mehr genehmigt würden.

“Ich weiß nicht, wie wir weiterkommen”, zeigte sich Reichert ratlos. Überprüft werden soll noch die Option einer Traglufthalle über dem Freibadbecken in den Wintermonaten, die aber auch viele Nachteile hätte. Vor wenigen Tagen habe man sich in Worms eine solche Traglufthalle angesehen. Man könne das Hallenbad zur Zeit zwar noch guten Gewissens in Betrieb halten, wisse aber nicht, ob das nächstes Jahr noch so sei, sagte Reichert.

AGL-Fraktionssprecher Peter Stumpf hielt einen Hallenbad-Neubau für notwendig und durchaus finanzierbar. Denn da die Rückbaukosten für das Hallenbad ohnehin mit fast 3,5 Mio. Euro beziffert werden, müsse man ja “nur” die Mehrkosten von rund 5 Mio. aufbringen, und das bei historisch niedrigen Zinsen. Stumpf schlug eine zeitnahe Grundsatzentscheidung für einen Hallenbad-Neubau und die Gründung eines Arbeitskreises zur Klärung von Finanzierungsfragen vor.

Für die Mehrheit der Freien Wähler erklärte Peter Wessely, dass man sich wohl oder übel mit dem Gedanken vertraut machen müsse, das Hallenbad als freiwillige Einrichtung der Stadt ersatzlos zu verlieren, da es schlichtweg nicht finanzierbar sei. Sein Fraktionskollege Dr. Patrick Schottmüller trat dem entschieden entgegen, denn Eberbach brauche ein Hallenbad. Das sei für ihn keine finanzielle sondern eine philosophische Frage, die klar zu bejahen sei, denn “Gesundheit kostet” eben.

Reichert erklärte Peter Stumpfs Finanz-Optimismus zwar für unseriös, fand aber ebenso wie Sprecher anderer Fraktionen Gefallen an der Idee, einen Arbeitskreis zum Thema Zukunft des Hallenbads einzurichten. Reichert bedauerte, dass es vom Land kein Förderprogramm für Bäder gebe.
Der Arbeitskreis soll nun ins Leben gerufen werden. Die Fraktionen sollen Mitglieder benennen, und die Verwaltung will dann zu einem ersten Treffen einladen.


29.11.19

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