Mittwoch, 23. Oktober 2019

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Straftaten sind leicht angestiegen - Diebstähle weiterhin rückläufig


(Foto: Barbara Gusz / Grafik:Polizei)

(bg) Im Polizeirevier Eberbach wurde heute die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr 2018 vorgestellt. Sie gibt Auskunft über die Anzahl, Art und Aufklärungsquoten der im Eberbacher Revierbereich begangenen Straftaten.

Laut Revierleiter Gerd Lipponer, seinem Stellvertreter Klaus Großkinsky und Jugendsachbearbeiter Bernd Grimm, die die Statistik gemeinsam mit einem Polizeipraktikanten präsentierten, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 807 Straftaten polizeilich registriert (Vorjahreswert: 780). Hiervon entfallen 755 (736) Straftaten auf Eberbach, 45 (36) Straftaten auf die Gemeinde Schönbrunn und 7 (8) auf die Gemeinde Heddesbach. Insgesamt haben die Straftaten im Vergleich zu 2017 um 3,5 Prozent oder 27 Fälle zugenommen. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote auf 62,5 Prozent ( 64,4 Prozent). 413 (371) Tatverdächtige wurden ermittelt (davon 303 männlich), 29 Prozent der Tatverdächtigen waren unter 21 Jahre alt. Den Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen weist die Eberbacher Polizei mit 30 Prozent aus (Vorjahr 27 Prozent).

Während die Körperverletzungsdelikte mit 87 Fällen einen leichten Anstieg zeigten, haben die Diebstahlsdelikte erneut um 17,6 Prozent auf 169 (205) Fälle abgenommen. Verzeichnet wurden unter anderem 32 Ladendiebstähle, acht Wohnungseinbrüche, neun Fahrzeugaufbrüche, 15 Fahrraddiebstähle und zwölf Sexualdelikte. Einen starken Anstieg um 48,6 Prozent gab es bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten mit 205 (138) Fällen. Davon handelte es sich in 30 Fällen um Betrug durch angebliche Polizeibeamte. Einen leichten Anstieg gab es auch bei den Sachbeschädigungen auf 117 (111) Fälle. Die Rauschgiftdelikte sind dagegen auf 55 (80) Fälle zurückgegangen. Bei der Straßenkriminalität wurden 146 (132) Fälle registriert, und die Gewaltkriminalität auf 27 Fälle (2017: 19) angestiegen.

Die sogenannte “Häufigkeitszahl” (Anzahl der Straftaten je 100.000 Einwohner) betrug 2018 für den Bereich des Polizeireviers Eberbach 4.509 (4.337). Der Wert für die Stadt Eberbach stieg zum dritten Mal in Folge auf nun 5.179 (5.017). Für die Gemeinde Schönbrunn beträgt die Häufigkeitsziffer 1.577 (1.267) und für Heddesbach 1.502 (1.502). Im Vergleich hierzu werden im Rhein-Neckar-Kreis 4.392 Straftaten pro 100.000 Einwohner registriert. Somit ist die Wahrscheinlichkeit in den Gemeinden Schönbrunn und Heddesbach Opfer einer Straftat zu werden deutlich geringer, als in anderen Bereichen des Rhein-Neckar-Kreises. Die Gemeinden Schönbrunn und Heddesbach zählen zu den sichersten Gemeinden des Kreises. Zum Vergleich: Im Stadtgebiet Heidelberg lag die 2018er Häufigkeitszahl bei 10.371 und im Gesamtbereich des Polizeipräsidiums Mannheim bei 7.287.

Für den Anstieg der Gewaltkriminalität - auch gegen Polizeibeamte - zeichnete vor allem eine Gruppe von Jugendlichen und Heranwachsenden insbesondere im Umfeld des Eberbacher Bahnhofs verantwortlich. Durch konsequentes Einschreiten und letzten Endes der Inhaftierung von zwei Hauptverdächtigen konnte die Eberbacher Polizei hier ein Zeichen setzen. Durch den Einsatz der Bodycam hofft man auf einen Rückgang der Aggressions- und Gewaltdelikte.
Die Aufklärungsquote von 62,5 Prozent wird trotz Rückgang als sehr gut eingestuft. Weiterhin setzt die Polizei bei der Kriminalitätsbekämpfung auch Prävention und auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger.

24.05.19

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