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Rindenklopferin erinnert an ausgestorbenes Waldgewerbe


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(hr) Um eine Skulptur reicher ist seit gestern die Neckaranlage in Eberbach. Der Bürger- und Heimatverein (BHV) enthüllte am Nikolaustag auf dem parkartigen Gelände oberhalb der Uferstraße eine bronzene "Rindenklopferin", die er den Bürgern der Stadt gespendet hatte.

Die vom Eberbacher Bildhauer Gerald Hildenbrand gestaltete Figur zeigt eine junge Frau, die mit einem Beil die Rinde von einem Stück Eichenholz abschlägt. Sie erinnert - wie bereits das vor zwei Jahren gespendete Reifschneider-Denkmal (wir berichteten) - an ein ausgestorbenes Waldgewerbe.

Das Rindenschälen wurde im so genannten "Niederwald" bis in die 1950er Jahre ausgeübt. Waldflächen wurden dabei schon im Alter von ungefähr 15 Jahren gerodet. Zumeist waren es Frauen, die dann für einen kargen Lohn von den frisch geschlagenen Eichen die Rinde losklopften und abschälten. Die Eichenrinde wurde wegen ihres hohen Gerbsäuregehaltes zum Gerben von Leder verwendet.

Der Hirschhorner Forstmann Richard Wagner hatte am vergangenen Mittwoch beim Bürger- und Heimatverein einen informativen Vortrag über das Rindenschälen gehalten und einen Flyer textlich gestaltet, der gestern nach der Denkmalenthüllung verteilt wurde. Umrahmt wurde die gut besuchte Feier durch Hornsignale der Eberbacher Jagdhornbläser, deren musikalischer Leiter Siegmar Richter sich selbst an das Rindenschälen im Stadtwald erinnern konnte. Er war zu der Zeit angehender Förster gewesen.

Lebendige Erinnerungen an das Rindenschälen steuerten gestern auch sieben ehemalige Rindenklopferinnen bei, die der BHV für die Einweihung des Denkmals ausfindig machen konnte. Vereinsvorsitzender Günter Lipski stellte die immer noch rüstigen Damen vor: Ruth Heck aus dem Höllgrund, Gertrud Rupp und Erika Gehrig aus Pleutersbach, Ilse Helm und Irma Sprengel aus Unterdielbach, Berta Zimmermann aus Waldkatzenbach und die Eberbacherin Hannelore Schwenk, die zum Abschluss einen gereimten Vierzeiler der Rindenklopferinnen vortrug (siehe Videoclip). Ruth Heck hatte eigens ihre Arbeitskleidung fürs Rindenschälen angezogen und das typische Werkzeug (Beil und "Schinder") mitgebracht.

Links Ruth Heck im "Original-Outfit" der Rindenschälerinnen. Bürgermeister Bernhard Martin, Niederwaldexperte Richard Wagner, BHV-Vorsitzender Günter Lipski und Bildhauer Gerald Hildenbrand (v.l.) mit der neuen Skulptur. (Fotos: Hubert Richter)

07.12.08

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